Private Versicherung

3. Juni 2011 – 01:34

Ist die private Versicherung auf jeden Fall die beste Wahl wenn man eine Krankenkasse sucht? Privat krankenversichern ist gerade bei Selbständigen und Freiberuflern gefragt, denn in der gesetzlichen Krankenversicherung würden sie oft mehr als das Doppelte bezahlen und hätten sogar eine schlechtere Leistung. Die Kosten belaufen sich in der Privatversicherung oft auf 80 bis 200 Euro in jungen Jahren, im Rentenalter kann es ein Vielfaches sein. Die Preise der Tarife hängen nicht vom Einkommen ab, sondern vom Alter und vom Gesundheitszustand. Darum ist es gerade für junge Gutverdiener sehr attraktiv sich privat zu versichern.

Woran erkenne ich eine gute private Versicherung?

Die private Krankenversicherung wirbt oft mit guten Testnoten, die sie von Stiftung Warentest, Finanztest oder anderen Testinstituten erhalten haben. Es müssen keine Bestnoten sein, aber schon eine Gut-Note reicht um hiermit Werbung zu betreiben. Natürlich ist oft jede Versicherung in irgendeiner Zeitschrift Testsieger, somit kann auch jeder werben. Erfahrungsberichte von Menschen sind oft sehr wertvoll. Nicht immer sollte man auf Erfahrungen jedoch alles geben.

Eine gesetzliche Krankenversicherung muss jeden aufnehmen. Das gilt auch dann, wenn eine Person unter schweren Krankeheiten leidet und einen schlechten Gesundheitszustand hat. Eine private Krankenversicherung hingegen wird das eher nicht oder nur unter enormen Risikoaufschläge tun. Die Versicherungsnehmer müssen bei einer privaten Krankversicherung vor Vertragsabschluss deshalb auch alle Vorerkrankungen angeben, nach denen sie dann auch die Beiträge orientieren. Diese richten sich also nicht nur nach dem Alter und dem Geschlecht, sondern auch nach dem Krankheitsbild, welches eine Person aufweist. Eine gesetzliche Krankenversicherung muss jeden Versicherungsnehmer aufnehmen und bemisst ihre Beiträge an dessen Einkommen. Zumindest muss sie das so lange, wie man zuvor nicht bei einer privaten Krankversicherung war und wieder zurück wechseln möchte – Denn das ist ohne Weiteres nicht mehr möglich. Man muss unter 55 Jahre alt sein und so ein geringes Einkommen haben, dass man unter die Versicherungspflicht fällt. Das passiert beispielsweise dann, wenn eine Arbeitslosigkeit vorliegt und dann muss auch eine gesetzliche Krankenversicherung einen Versicherungsnehmer wieder aufnehmen. In einer privaten Krankenversicherung kann der Versicherte keine weiteren Familienmitglieder mitversichern, während eine gesetzliche Krankenversicherung sogenannte Familienversicherungen anbietet und Kinder über diese sogar noch bis ins Studium mitversichert sein können. Nach der Geburt eines Kindes beispielsweise ist dieses sofort über die gesetzliche Krankenversicherung mitversichert und in der Elternzeit müssen sogar überhaupt keine Beiträge bezahlen.